03-12-07

Met een dichter de nacht in

lichtenstein

Dichter Alfred Lichtenstein, zelfportrait
Dichtkunst

Alfred Lichtenstein

Alfred Lichtenstein (1889-1914) was een Duits dichter die zich als vrijwilliger aanbod bij het Duitse leger om naar het front van de Eerste Wereldoorlog te trekken. Daar viel hij.

Hier het gedicht “Ich” van Alfred Lichtenstein:

Ich habe Schuhe ganz aus Lack
Und eine Krone in dem Schlips
Und einen hochfeudalen Frack
Und manchmal einen – Schwips

Das klingt zwar etwas komisch
Doch stimmt es ganz genau.
Und wenn Sie's mir nicht glauben
Dann fragen Sie meine Frau.

Und hab ein Äuß'res voller Schneid
Und hab ein geistreiches Gesicht
Nur eine ganze Kleinigkeit –
Gedanken hab' ich nicht

Das klingt zwar etwas komisch
Doch stimmt es ganz genau.
Und wenn Sie's mir nicht glauben
Dann fragen Sie meine Frau.

Ich lese Klopstocks Oden noch
Und esse gerne grünen Aal
Und bin nicht Schuster, bin nicht Koch
Und bin auch nicht – normal

Das klingt zwar etwas komisch
Doch stimmt es ganz genau.
Und wenn Sie's mir nicht glauben
Dann fragen Sie meine Frau.

Ich hab' nie ein Gedicht gemacht
Nicht einmal einen winz'gen Vers,
Hab auch noch keinen umgebracht
Nun kurz: ich bin pervers.

Das klingt zwar etwas komisch
Doch stimmt es ganz genau.
Und wenn Sie's mir nicht glauben
Dann fragen Sie meine Frau.

21:55 Gepost door Sebastian in Algemeen | Permalink | Commentaren (1) | Tags: dichtkunst, gedicht |  Facebook |

Commentaren

lieve dank voor je volgehouden inspanning
om die toekomst taal te blijven promoten

groetjes

Gepost door: joz. | 03-12-07

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